5. Februar 2010

Zeitmaschine

Heute habe ich mal was zum lachen für Euch. Rainald Grebe ist einfach immer wieder großartig. Das sorgt für gute Laune.

Also einen schönen Start ins Wochenende!

4. Februar 2010

Stell Dir vor, es ist Liebe …

Stell Dir vor, Du verbringst gerade einen gemütlichen Abend mit Deiner Mutter und ihrer Freundin. Plötzlich verspürst Du einen unerklärlichen Schmerz in der Brust. Stell Dir vor, Du wachst mitten in der Nacht auf. Als Du aus dem Fenster schaust, steht unten eine dunkle Gestalt vor Deinem Haus. Sie schaut zu Dir hinauf, als hätte sie dort auf Dich gewartet. Stell Dir vor, Du triffst diese Person immer wieder. Doch sie macht Dir keine Angst, sondern fasziniert Dich. Stell Dir vor, wie sehr Dich das verwirren würde. Stell Dir vor, genau das ist der Beginn einer wunderschönen Geschichte.

Und wunderschön, das ist die Geschichte von Lucian und Rebecca ab der ersten Seite. Weiterlesen →

29. Januar 2010

Liebe und Ehebruch

Nach Madame Bovary folgt hier nun mit Effi Briest der zweite Ehebruchsroman des Realismus. Wenn Flaubert und Fontane auch oft in einen Topf geworfen werden, sind ihre Romane doch unterschiedlich. Der Franzose geht weitaus offener mit den Ehebruch um. Fontane hingegen versteckt sich hinter Andeutungen. Die Leidenschaft, die Emma so sehr liebte, sucht man bei Effi vergebens. Hier ist alles weitaus kühler. Immerhin befinden wir uns hier auch nicht in der ländlichen Dorfwelt, sondern dem Milieu des niederen Adels. Erwartet man da nicht schon ein Leben voll von Konventionen?

Wie Emma ist Effi auch nicht glücklich in ihrer Ehe. Wundert das den heutigen Leser, wenn man bedenkt aus welchen Gründen sie Geert von Innstetten geheiratet hat? Nicht die Liebe war es, sondern bloße Nützlichkeitserwägungen, die sie dazu brachten. Sie erhofft sich den gesellschaftlichen Aufstieg durch ihre Ehe. Wie können auch Gefühle im Spiel sein, wenn sich die beiden kaum kennen? Eine Standesehe, eine Vorstellung die uns heute so fremd anmutet, damals im 19. Jahrhundert aber noch durchaus üblich war. Also alles überholt? Warum liest das dann heute überhaupt noch jemand? Ganz einfach, Fontane gewährt und ermöglicht uns den Einblick in eine Gesellschaft, die uns fremd ist. Die tragische Geschichte Effis, ihre Verzweiflung und ihr Unglück, das sind Gefühle, die wir auch heute noch verstehen.

Liebe, das ist auch heute immer noch das Thema vieler Romane. Und wie erfolgreich das Thema sein kann, das zeigt allein schon die Twilight Reihe. Warum also nicht auch mal das Schicksal einer unglücklichen Ehe betrachten? Warum nicht die Schranken kennenlernen, die die Konventionen der Zeit den Menschen auferlegten? Warum nicht vielleicht verstehen, was Effi in die Affäre trieb?

27. Januar 2010

Hawthrone – Eine Superschwester in Aktion

Was haltet Ihr eigentlich von der neuen Krankenhausserie “Hawthrone” im Fernsehen?

Als großer ER (Emergency Room) Fan war ich sehr gespannt auf die Serie. Und ich wurde unglaublich enttäuscht. Am liebsten hätte ich die erste Folge schon nach 15 Minuten ausgeschaltet. Doch so schnell wollte ich die Hoffnung nicht aufgeben und hab sie bis zum bitteren Ende geschaut. Aber besser wurde es leider nicht.

Versprachen die ersten Minuten noch eine gute Serie, überwiegt schon nach wenigen weiteren das Abgrasen von Klischees. Der Charakter der Hauptdarstellerin bleibt dabei oberflächlich. Auch die Dialoge bleiben eher unbedeutend und langweilig. Dazu kommt eine Heldin, die anscheinend für alles eine Lösung hat. Oberschwester Hawthorne kann einfach nichts schocken. Ein Selbstmordversuch … ich bin zur Stelle, ich mach das schon. Eine Krebspatientin …auch hier weiß sie was zu tun ist. Ein aufmüpfiger Teenager … kein Problem, ruft einfach Schwester Hawthorne. Jada Pinkett Schmith, die Superschwester, wer braucht da noch Ärzte, die ja sowieso keine Ahnung zu scheinen haben. Da konnte sie ihre Trauer um ihren verstorbenen Mann auch nicht menschlicher erscheinen lassen. Mit fehlt es eindeutig an menschlichen Kanten bei ihrem Charakter. Da trauer ich leiber weiter meiner guten alten Notaufnahme hinterher.

Oder wie seht Ihr das?

26. Januar 2010

Die Arbeit bei Nacht (2)

Heute hab ich gleich noch etwas entdeckt. Auf der Homepage von Thomas Glavinic kann man, gemeinsam mit ihm, auf eine Reise durch Wien gehen. Angelehnt sind die Podcasts an sein Buch “Die Arbeit bei Nacht”.Ein spannende Ergänzung zum Buch.

Und mehr zu “Die Arbeit bei Nacht” gibt es hier.

25. Januar 2010

Glavinic: Die Arbeit bei Nacht

Es gibt verschiedene Arten von Büchern. Die einen erzählen eine spannende Geschichte, lassen uns vielleicht auf den Spuren eines Kommissars einen Mörder suchen. Andere eröffnen uns den Einblick in eine andere Welt, gewähren und eine Reise in eine Welt fernab unserer Zeit. Und dann gibt es Bücher, die verraten uns nicht sofort, was ihr Ziel ist. Sie stellen uns vor ein Rätsel. Was geschieht in diesem Buch, was will es mir erzählen, fragen wir uns. Es sind genau diese Romane, die schon nach wenigen Seiten elementare Fragen in uns aufwerfen: Wie kann dieses Buch enden? Womit wird die Geschichte beendet sein? Was wird bis dahin noch passieren? Das ganze Buch über können wir den Ausgang nicht erwarten. Und dann blättern wir um und das Buch ist zu Ende. Zurück bleiben viele Fragen. Das Buch kann uns keine Antworten mehr geben. Es ist an uns zu verstehen, was seit den ersten Worten mit uns geschehen ist. Manchmal sind wir enttäuscht. Ein anderes Mal einfach nur überwältig, sprachlos. Und so fühle ich mich gerade, nachdem ich “Die Arbeit bei Nacht” von Thomas Glavinic gerade aus den Händen gelegt habe. Weiterlesen →

23. Januar 2010

Level 26 – Eine Digi-Novel

Heute bin ich zufällig auf ein Buch gestoßen, dass ich fast übersehen hätte. Und das wäre doch zu schade gewesen, denn als großer CSI Fan, darf man das nicht verpassen.

Level 26 ist der erste Roman von Anthony E. Zuiker, dem Schöpfer und Produzenten von CSI. Das allein wäre ja für mich schon ein Kaufgrund. Hinzu kommt aber noch eine spannende Idee. Und zwar verbindet der Autor hier zwei Medien, Zuiker nennt es die Digi-Novel. Im Laufe des Romans kann der Leser sich immer wieder passende Filme auf einer Homepage ansehen, die die Kapitel verbinden. Das finde ich mal eine ganz spannende Idee. Wobei ich eigentlich selten ein Buch gerne aus der Hand lege, wenn es mal so richtig spannend geworden ist. Und dann zum Pc laufen und den Film anschauen? Ich denke es ist aber auf jeden Fall einen Versuch wert.

Bei der lesejury gab es dann auch gleich eine Lesepobe dazu. Spannend waren die ersten Seiten auf jeden Fall. Dann fühlte ich mich leider aber immer wieder an andere Serienmörder aus dem Fernsehen oder der Literatur erinnert. Trotzdem werde ich mir den Roman nochmal genauer anschauen. Die Idee find ich einfach zu interssant und die Geschichte steht ja nach 30 Seiten noch am Anfang.

Passend dazu gibts auch einen Trailer zu sehen.

23. Januar 2010

Litcologne und Buchmesse

Im März ist es endlich soweit. Zwischen dem 10. und 20.März 2010 wird Köln zum Paradies für Bücherwürmer. Ich hab schon ein paar spannende Lesungen entdeckt, wie Isabel Abedi “Lucian” am 14.3..

Das Programm findet ihr hier.

Und dann ist vom 18. – 21. März auch noch die Leipziger Buchmesse.

Das wird ein Monat.

22. Januar 2010

Seelen – Stephenie Meyer mal anders

Stephenie Meyers Twilight Reihe ist zu einem Bestseller geworden. Verfilmt werden die Bücher nun auch, Teil 1 und 2 waren bereits im Kino zu sehen. Da tritt Seelen in große Fußstapfen. Und das dazu noch mit einer Geschichte, die so gar nichts mit Vampiren zu tun hat. Ich hab all meinen Mut zusammengenommen und mir das Buch tatsächlich gekauft. Ein wenig Angst hatte ich schon enttäuscht zu werden. Schließlich interessiere ich mich ja eigentlich gar nicht für Science Fiction Bücher. Naja, das hatte ich zuvor auch über Vampirliebesgeschichten gesagt. Also musste das Buch eine Chance bekommen.

Die Grundidee des Buches fand ich eigentlich auch super. Die Erde wurde von einer anderen Rasse, den Seelen, aus dem Weltraum erobert (wenn man das bei einer vollkommnen friedliebenden Rasse so nennen kann), die unsere Körper als Wirte verwenden. Einige Menschen, die sich auf der Flucht befinden, widersetzen sich aber. Sie wollen nicht Unterdrückt werden im eigenen Körper, denn das geschieht mit den Menschen, wenn eine Seele eingesetzt wird. Ihr eigenes Bewusstsein verschwindet. Melanie wird auf der Flucht gefangengenommen und soll ihr Bewusstsein einer Seele opfern. Doch sie weigert sich, der Kampf um ihren Körper beginnt. Ein Kampf um Freunde, Familie und Liebe.

Hörte sich also schon einmal nicht unbedingt schlecht an. Könnte ja ganz spannend werden, auch ohne Edward. Weiterlesen →

21. Januar 2010

Mittwinternacht – Gut gegen Böse

Nach dem Leseeindruck der ersten Seiten war ich wirklich gespannt, was mich bei diesem Buch erwarten würde. Eine spannende Geschichte mit einer Frau, die sich in einer Männerwelt behaupten muss, eingebettet in eine Stimmung des Unheimlichen, so glaubte ich. Nach weiteren hundert Seiten, fragte ich mich schließlich, was dieses Buch überhaupt will. Wo soll die Geschichte hingehen? Und wieso steht auf dem Titelbild so groß Kriminalroman? Nachdem ich nun das Ende kenne, verstehe ich zumindest ein wenig warum dieses Genre gewählt wurde. Doch ging mir die Aufdeckung den Mordes, der ja zunächst keiner zu sein scheint, in der Geschichte viel zu sehr unter. Viel zu überlagert war der Roman von anderen Dingen, von wild zusammengewürfelten Klischees über Religion, das Mittelalter, Satanisten und Esoterik. Dabei ging es hier wirklich nur um ausgelutschte Vorstellungen, die mich beim Lesen eher nervten, als ergriffen und faszinierten. Die Kirche, die Gläubige verliert, die Jahrtausendwende, die das Gute schwächt, Rituale mit Vögeln, Keltische Geschichte und so viele weitere Stereotypen, die hier aufgegriffen wurden. Das hat mich sehr enttäuscht. Damit reiht sich der Roman neben so viele andere ein, die sich mit dem Thema befassen, sticht aber nicht hervor.

War er dann wenigstens spannend zu lesen? Weiterlesen →